Schwarzweiß-Aufnahme von schwarzem Hund von hinten. Sitzt auf den Hinterbeinen und schaut in die Ferne

Depression bei Angehörigen verstehen lernen

„Mein schwarzer Hund. Wie ich meine Depression an die Leine legte“ von Matthew Johnstone 

Depression ohne Worte verstehen

 „Mein schwarzer Hund“ ist ein Bilderbuch für Erwachsene. Matthew Johnstone erzählt darin in einfachen Worten und eindrücklichen Bildern, wie es sich für ihn anfühlt, mit einer Depression zu leben. Der „schwarze Hund“ ist dabei eine Metapher für die Krankheit selbst. Er taucht plötzlich auf, ist oft nicht zu bändigen, folgt einem überall hin und verändert, wie die Welt aussieht. 

Was dieses Buch so besonders macht: Es erklärt keine medizinischen Fakten. Sondern es vermittelt einen Eindruck davon, wie Depression sich für Betroffene anfühlt und wie schwer sie oft von außen zu erkennen und zu verstehen ist.  

Einblicke in das Leben mit Depression

Depression ist nicht gleich Traurigkeit.

Menschen mit Depression wirken manchmal leer, gereizt, müde oder abwesend. Sie können nicht „einfach aufstehen“ oder „positiver denken“.

Johnstone zeigt, dass der schwarze Hund nicht einfach verschwindet, nur weil man es sich wünscht oder weil sich jemand „nicht so anstellen“ soll.

Wer einen Menschen mit Depression begleitet, braucht Verständnis und Geduld.

Das Buch macht Mut, zuzuhören, ohne Lösungen anbieten zu müssen.  Es nimmt Druck von den Angehörigen. Manchmal scheint es schon zu helfen, die Depression überhaupt zu erkennen und schließlich auch als solche zu benennen. 

Für die Depression bzw. den schwarzen Hund gibt es häufig eine Leine.

Johnstone macht auch Hoffnung: Die Depression bzw. der schwarze Hund bleibt zwar Bestandteil des Lebens. Aber Johnstone beschreibt, wie mit Hilfe, Struktur, Unterstützung und Selbstfürsorge der schwarze Hund bei ihm kleiner, ruhiger und berechenbarer wurde. 

Dieser Bildband bietet viele Erkenntnisse für

  • Alle, die verstehen wollen, was eine Depression für Betroffene bedeutet.
  • Diejenigen, die Menschen mit Depressionen mit Verständnis begegnen möchten.

Fragen zur Selbstreflexion

  • Haben Sie sich schon einmal hilflos gefühlt im Umgang mit der Niedergeschlagenheit eines anderen Menschen? Was könnten Sie beim nächsten Mal anders machen? 
  • Welche inneren Bilder haben Sie, wenn Sie das Wort „Depression“ hören? 
  • Haben Sie schon mal heimlich gedacht „Stell dich nicht so an“, obwohl sie nicht wussten, was den anderen wirklich innerlich bewegt oder lähmt? Wie könnten Sie eine andere Perspektive einnehmen? 

Ein Coaching-Impuls bei Depressionen im Lebensumfeld 

 Das Buch bietet Bilder und Worte, die uns manchmal fehlen. Es kann Verständnis schaffen, wo oft Unsicherheit herrscht. Und manchmal ist Verständnis der erste Schritt nach vorne hin zu echter Verbundenheit und für einen gemeinsamen Weg. 


 

Quellenhinweis: Dieser Beitrag bezieht sich auf das Buch „Mein schwarzer Hund. Wie ich meine Depression an die Leine legte“ von Matthew Johnstone, erschienen bei Verlag Antje Kunstmann GmbH, 2014, 7. Auflage. 

Hinweis: Eine Depression kann und darf nur im Rahmen einer professionellen Therapie behandelt werden. Das Buch und diese Website bieten keinen medizinischen Rat. 

Gedeckter Tisch: Hortensienblüten in rotvioletter Vase, schnörkelige weiße Teekanne, Teetasse mit bunten Sternen und Teelicht
Logo von WachterCo Verstehen & Handeln. Aus dem C heraus wird ein offenes Unendlichkeitszeichen gezeichnet
Schwarzweiß-Aufnahme von schwarzem Hund von hinten. Sitzt auf den Hinterbeinen und schaut in die Ferne
Coach Nadia Wachter im Sessel voller Bücher. Tasse in der Hand, andere Hand Gestik zur Diskussion

Autorin: Nadia Wachter

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