Lessons Learned von einem vielschichtigen Führungscharakter
„Ja, das ist ein echter Zauberer!“ Dieser Gedanke drängt sich bei der ersten Begegnung mit Albus Dumbledore in den Harry Potter Büchern auf: groß und schlank, Rauschebart, Halbmondbrille auf der Hakennase, funkelnde Augen , Zauberumhang und Spitzhut.
Im Verlauf der Geschichte zeigt sich: Dumbledore ist mehr als eine märchenhafte Figur. Er ist ein Beispiel dafür, wie Zurückhaltung zur Führungsstärke werden kann. Dieser Beitrag zeigt, wie Vertrauen, Machtdistanz, situatives Führen und strategische Intransparenz ihn zu einer vielschichtigen Führungspersönlichkeit in der Literatur machen und was moderne Führungskräfte daraus lernen können.
Überzeugungen einer vielseitigen Führungskraft
Respekt vor Macht
Wandelbarkeit: Situative Führung mit Herz und Strenge
Vertrauen als im Stillen wirkende Magie
Selektive Informationsweitergabe als Risiko und Motivator
Für wen dieser Charakter besonders interessant ist
- Führungskräfte, die über ihr Verhältnis zu Macht und Einfluss reflektieren möchten
- Personen, die zwischen Vertrauen und Kontrolle ihren eigenen Stil entwickeln wollen
- Alle, die sich fragen, ob Zurückhaltung manchmal stärker ist als Aktionismus
Fragen zur Selbstreflexion
- Wie gehen Sie selbst mit Macht und Einfluss um? Was bedeutet Ihnen Macht und wodurch erhalten Sie diese?
- Was trifft eher auf Sie zu: Schenken Sie Vertrauen im Voraus oder müssen andere sich Ihr Vertrauen erst verdienen? Was würde am besten zu Ihrer Rolle und Ihrem Umfeld passen?
- Wann haben Sie durch Rückzug oder Schweigen mehr bewegt als durch Aktion?
- In welchen Situationen haben Sie Informationen schon mal bewusst zurückgehalten? Wann könnte Ihnen das in Zukunft helfen, wann schaden?
Noch ein weiterer Impuls
Vielleicht liegt der wahre Zauber von Dumbledores Führung darin, dass er anderen Raum gibt, über sich hinauszuwachsen. Seine größte Wirksamkeit liegt oft in dem, was nicht gesagt, nicht getan und nicht entschieden wird. Das ist wirksam, aber auch riskant. Denn Zurückhaltung kann sowohl Vertrauen als auch Misstrauen schaffen.
Ganz ähnlich wie Dumbledore im Bezug auf Macht verhält sich übrigens noch ein anderer Zauberer im Fantasy-Genre: Auch der Zauberer Gandalf aus der Herr der Ringe weicht entsetzt zurück und weigert sich, zu viel Macht zu erhalten. Er fürchtet gleichermaßen, dass seine eigene Moral nicht stark genug ist, um mit großer Macht langfristig verantwortungsvoll umzugehen. Er spürt, wie gefährlich es wäre, zu sehr über andere bestimmen zu können
Wirkliche Größe zeigt sich bei diesen Charakteren nicht im Griff nach der Macht, sondern im bewussten Verzicht darauf.
Quellenhinweis: Dieser Beitrag bezieht sich auf den Charakter Albus Dumbledore aus J.K. Rowlings Romanreihe Harry Potter, Bände 1 bis 7. Die Eigenschaften dieses Charakters können auch in den gleichnamigen Filmen von Warner Bros. Pictures erkundet werden.
Autorin: Nadia Wachter
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